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Die Hillert Popken Sippe Linie Hillers zu
Sande-Seedik-Waddewarden-Oldorf-Bübbens/Hohenkirchen (Familie Remmer
von Seedik)
Zusammengestellte Forschung von Hans Popken, Oldenburg, 1941 Zu Sande-Seedik wohnte die Familie Hillers, die bei Fräulein Maria von Jever in hohem Ansehen stand. Hieraus ging auch Remmer von Seedik hervor, der Rath, Rentmeister und Kanzler Frl. Marias. Ebenso entstammen dessen Nachfolger im gleichen Amt zu Jever dieser Familie. Der große Grundbesitz der Familie Hillers lässt auf alteingessene, edle und freie Herkunft schließen. Nach meiner Meinung handelt es sich um Nachkommen der Häuptlinge von Lauerens bzw. um eine Abweichung der Hillert Popken Sippe von Landeswarfen. Der bekannteste dieser Familie ist Remmer von Seedik, dessen Gehöft (jetzt Daun) zu Sanderbusch noch heute in der alten Form zu sehen ist. Es ist mit einer doppelten Graft umgeben, und der innere Wall mit Bäumen bewachsen. Die breite Innengraft, die früher ums ganze Haus ging, weist seitlich noch etliche behauene alte Quadersteine auf, die an vergangene wehrhafte Zeiten erinnern. Das Wohnhaus inmitten der Wälle und Graften zeigt ähnliche Bauformen wie andere Edelsitze alter jeverländischer Familien. Es ist ein zog. Kreuzelwerkhaus, mit großer Wohndiele und Kamin, Schiebefenster und Sandsteinfensterumrahmungen und ausgehauenen Sandsteinköpfen. Eine schöne Kastanienallee führt von der Landstrasse direkt aufs Haus zu. Im Scheunengiebel sich ein Inschriftstein mit dem Wahlspruch Fräulein Marias befindet: „Dorch Gott hebb ickt erholden - 1589“
Darunter die Wappen ihres Kanzlers Remmer von Seedik vor und nach seiner 1549 erfolgten Adelung durch den Kaiser, im ersten Wappen ein Hahn, im zweiten Wappen eine Blume. Der Hausgiebel ist geziert mit einem Hahn als Wetterfahne, gleichfalls aus dem 16. Jahrhundert. Remmer starb am 4.3.1557, sein Grabstein mit dem verliehenen Wappen ist neben der Tür zur Edo Wiemeken Gruft an der Schlosskirche zur Jever eingebaut. Das Wappen zeigt eine Blume im Schild und ebenfalls eine Blume auf dem Helm. Das Landgut zu Seedeich (Stelle Athing, Pächter Evers) gehörte ebenfalls Remmer v. Seedik. Eine dortige Kaminschrift lautet: „Minsche,
id isdi gesecht, wat gut is unde wat de Here van di vordert, nomlick Godes Wort holde, Lewe ove,
demolich si vor Gnade. M.D.L. 1550.“ Im Giebel befindet sich ähnliche Sandsteinköpfe mit der Jahreszahl 1551 wie zu Sanderbusch. Ein weiterer Kopf wurde im Garten gefunden, und im Wilhelmshavener Heimatmuseum befindet sich noch ein Kopf von Remmers Haus. Weitere Familienangehörige sind folgende: (Remmers Amtsnachfolger zu Jever)
Sindonius Eiben Popken = Hahnsiegel Rentmeister, Rath und Landrichter zu Jever v. 1562-1567
Theodor Eiben = Hahnsiegel Rentmeister und Rath zu Jever 1572
Diedrich Eiben = Hahnsiegel Rentmeister zu Jever Ein roter Hahn im Wappen haben 1645 an der Pricheland zu Sande in der Kirche: 1)
Tiardt Ricklefs 2)
Ricklef Hillers 3)
Hillert Rickles 4) Hero Hillers Nach der Sammlung Rauchhelden im Staatsarchiv führten 1663 einen Hahn im Siegel: Ricklef Hillers zu 2 oben Hero Hillers zu 4 oben In der Kirche zu Sande liegen 4 Grabplatten mit Wappen, darunter ein Stein mit Hahnwappen: „Ulricus Kerker, hochgräflicher oldenburgischer Vogt in Rüstringen, geb. 1609, gest. 1669, Sophia Kerker, geb. Eiben, Kerkers Eheliebste, geb. 1589, gest. 167?. Den Altar haben weiland Ulrich Kerker, Henricus Kerker und Hole Hillers 1663 auf ihre Kosten errichten lassen. Der Taufstein ist in der Kirche 1647 Sophie Kerkers und Sophie Hillers geschenkt. An der Nordwand ist der mit Bildern bemalte Kirchenstuhl der Familie Kerker, der früher mit dem Wappen Remmer v. Seedik, mit Hahn, versehen war. Nach Klinges Erbregister heißt es 1587: Lübbo Eiben 106 gras ihm und seinen Bruder verheiratet mit Illris...(Remmers Bruder). Zur Familie gehören weiterhin: Hillert Eiben 1643, Eiben Tiardes 1536, Nank Tiaden und Hillert Tiardes. Zweig zu Waddewarden: an der Kanzel zu Waddewarden befindet sich mit dem Hahn ein Wappen des Tade Eiben 1649. Nach
den verschiedenen Register lässt sich folgende Linie erkennen:
Nach den verschiedenen Kirchenbüchern ergib sich: Hillers, Anna Maria geb. 13.4.1869 in Fedderwardergroden Hillers, Hillert Eiben, geb. 21.7.1825 in Neuende Hillers, Eibe, geb. 28.1.1786 in Depenhausen/Pakens Hillers, Hillert Eiben, geb. 27.4.1748 in Depenhausen/Pakens Hillers, Johann,
geb. ? Zweig
zu Bübbens/Hohenkirchen: Hillert Eiben Hillers zu Bübbens dessen Sohn Dirk starb dort im Alter von 6 Monaten am 27.10.1773 Die Familie Hillers und die Sippe Ibbeken-PopkenDer immer wiederkehrender Name R e m m e r in meiner eigenen Linie Remmer Popken von Werdum bei Landeswarfen und die Benennung seines am 30.10.1659 geb. Sohn des in Hohenkirchen get. -Ibbik Remmers- lassen aufgrund gleicher Namensbildung zur Überzeugung kommen, daß unser Name Remmer durch Versippung der Popken-Ibbeken Zweige seinen Eingang bei uns fand. Zum
Vergleich die Ibbeken Stammfolge: Lange Frerkzu Landeswarfen _____________________________________ Ibbik lange Frerk Ummo Frerk Ibbeken zu Landeswarfen zu Winsenhusen
_________________
Remmer Ibbeken
_________________......_____________
Ibbek Remmers
Remmer Popken zu Werdum _____________
Ibbek Remmers Darüber hinaus scheint der Name Remmer von Remmer von Seedik herzurühren, wie nachstehende Urkunden anzeigen: (vergl. Oldbg. Urkundenbuch, Jever) anno 1541: Umma Frederichs und seine Söhne Remmer und Hole verkaufen Land im Hohenkirchener Kirchspiel an den Rentmeister Remmer v. Seedik ihren Blutsverwandten. Diese Urkunde zeigt die sichere Verwandtschaft zu den Hohenkirchern, bzw. zur Sippe Ibbeken-Popken. Das eigenartige Wappen der Hillers zu Sande-Seedik lässt aber auch weitere Zusammenhänge zur Hillert Popken Sippe vermuten. Auf dem Hof zu Wiarder- Altendeich ehemals Tiark Popken Hillers, aus der Stumpenser Popken-Hillers Linie, ging nach alter Überlieferung folgendes zu: In der Halle dieses Hauses hing das Bild eines Junkers mit einem roten Hahn in der Hand. Nachts ging der Junker im Hause um, und macht allerlei Unfug und Lärm. Hierzu schrieb mir der Wappenforscher Landrat Dr. Siebs, Otterndorf: Anscheinend handelt es sich um eine sog. Widergängersage, die am Hofe hängt. Der Junker ist aus irgend einem Grunde, in diesem Falle anscheinend wegen seiner brutalen Taten wiedergekommen, und zwar in Gestalt eines Hahnes. Dieser Hahn ist dann zum Attribut des Hofes geworden und so vielleicht in das Wappen gelangt. Bezeichnenderweise ist auch sonst ein Hahn im Wappen friesischer Familien nicht nachzuweisen. Hiernach zu urteilen könnte die Familie Hillers zu Sande-Seedik aus diesem Hause zu Wiarder-Altendeich stammen, und als Zweig der Hillert Popken Sippe anzusehen sein. Besonders auch wegen der übrigen immer wiederkehrenden Namen zu Sande-Seedik, wie: Tiardt bzw. Tiark, Popken, Riklefs, Riklef, Hillert und Hillers. | |||||||||||||||||||||||||||||||||
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18.08.2011 |